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Schuldenerlass

Schuldenerlass für Simbabwe - Unterschriftensammlung

Simbabwe gehört zu den Ländern mit den höchsten Schulden weltweit - entstanden durch Misswirtschaft, Korruption und verfehlte Reformen. Allein gegenüber Deutschland hat Simbabwe rund 730 Millionen Euro Schulden. Der Weltgebetstag 2020, dessen Gastgeberland Simbabwe ist, setzt sich dafür ein, dass Deutschland auf einen Teil der Schuldenrückzahlung verzichtet. Stattdessen soll die simbabwische Regierung dieses Geld in einen unabhängigen Fonds für die Förderung von Frauen- und Gesundheitsprogrammen einzahlen. Diese werden zusammen mit Organisationen der simbabwischen Zivilgesellschaft ausgewählt und umgesetzt.

Eine Unterschriftensammlung gemeinsam mit dem Bündnis erlassjahr.de benötigt noch 50.000 Unterschriften bis Ende April 2020, um die deutsche Bundesregierung zu diesem Schritt aufzurufen.

Info-Film (3:30)

Unterschriftensammlung




Bündnis "erlassjahr.de"

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Eines der wichtigsten Themen für die Arbeitsstelle ist seit vielen Jahren die Verschuldung der Länder des Südens. 
Durch zahlreiche Vorträge in Kirchgemeinden und kirchlichen Gremien ist das Bewusstsein für die Entschuldung der Länder des Südens geschärft worden und einige Gemeinden haben sich aktiv an den verschiedenen Aktionsformen der Kampagne Erlassjahr.de beteiligt. Auf Initiative der Arbeitsstelle wurden z.B. sowohl das Ev. Luth. Missionswerk als auch die Ev. Luth. Landeskirche Sachsens Mitträger der Kampagne Erlassjahr 2000. 
In Kooperation mit entwicklungspolitischen Gruppen und Vereinen versucht die Stelle durch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wie Foren mit Bundestagsabgeordneten, Friedensgebeten, Ausstellungen, Demonstrationen und Konzertlesungen eine Lobby für die Entrechteten zu schaffen und die Politik nachhaltig zu beeinflussen. 



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Schuldenerlass für Kuba

Mitte Dezember 2015 einigte sich die kubanische Regierung mit dem Pariser Club auf eine Umschuldung der seit 1988 nicht mehr bedienten Schulden bei den öffentlichen Gläubigern. Gestrichen werden demnach alle aufgelaufenen Verzugszinsen in Höhe von insgesamt 8,5 Milliarden US-Dollar. Der restliche Schuldendienst in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar wird über 18 Jahre gestreckt. Deutschland war als Gläubiger nicht beteiligt, da alle deutschen Außenstände schon zuvor bilateral umgeschuldet worden waren.

Aktuell (2020)
Kuba will nun doch seine Schulden bezahlen

https://amerika21.de/2020/02/237553/kuba-schulden-rueckzahlung-pariser-club